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Konzertreihe Herbst 2013

Simply the Best   •   Classic meets Rock

 

Konzertreihe Herbst 2013


Termine:

24.10.2013 Baden-Baden, Alt-Katholische Kirche
25.10.2013 Kandel, St. Georgskirche
27.10.2013 Ettlingen, Schlossgartenhalle
16.11.2013 Straubenhardt-Langenalb, Marienkirche

Presse zum Konzert in
Baden-Baden, 24.10.2013:

 

Verblüffender Nuancenreichtum

Mandolinenorchester spielt in der Spitalkirche

 

Nachdem das logistische Problem, 60 Musiker im Chorraum der kleinen Spitalkirche zu positionieren, gelöst war, gab es keine weiteren Hürden, die das Mandolinenorchester Ettlingen mit seinen Gästen aus Estland unter Leitung von Boris Björn Bagger bei seinem Konzert am Donnerstagabend zu meistern hatte. "Classic meets Rock" titelte das Programm, das Boris B. Bagger präsentierte. Der aus Karlsruhe stammende und an der dortigen Musikhochschule lehrende Professor zählt international zu den bedeutendsten Gitarristen, der aber auch auf vielen Feldern der Musik erfolgreich unterwegs ist. Besondere Verbindung pflegt er zum baltischen Staat Estland, der ihn bereits mit dem höchsten Kulturorden würdigte.

Das Publikum in der gut besuchten Kirche erlebte Bagger sowohl als Dirigenten, als akustisch etwas mühsam zu verstehenden Moderator und als brillanten Solo- und Duo-Gitarristen. Zwei, nein eigentlich drei kongeniale Solisten versetzten mit dem Orchester das Publikum im Laufe des Konzerts in geradezu euphorische Stimmung: Am Schlagzeug Valdo Preema, der mit atemberaubenden Gigs die Atmosphäre aufheizte. Nicht weniger spektakulär "sang" die E-Gitarre von Michael Rüber, und Peter Lehel, bestens bekannt in Baden-Baden, bezauberte mit unerschöpflicher Virtuosität auf Sopran- und Tenorsaxofon.

Besondere Aufmerksamkeit galt naturgemäß den Mandolinen, die nach den Worten des Dirigenten besonders für solche Interessenten geeignet seien, die beim Violinspiel scheiterten. Die Mandoline mit ihren vier Saitenpaaren und der mit der Geige identischen Stimmung "g-d-a-e" sei viel leichter zu spielen als das Bogen-Instrument und in allen Sparten der Musik einsetzbar. Den Beweis dafür lieferten zunächst Stücke von Händel und Mozart, wobei der vibrierende Mandolinen-Klang Assoziationen zu neapolitanischer oder slawischer Folklore weckte. Mit dem Can Can von Jacques Offenbach wurde das Genre der Operette gestreift, und mit opulenter Filmmusik von geradezu verblüffendem Nuancenreichtum entfesselte das bunt gemischte Ensemble gewaltige Power.

Die steigerte sich noch im zweiten Teil des Programms, das Züge einer Jamsession im sakralen Gemäuer annahm. Boris Bagger und Michael Rüber versprühten lateinamerikanisches Temperament im Duo Gitarre/E-Gitarre. Peter Lehel beherrschte die Szene mitreißend unter anderem mit einem Blues von Gustav Gunsenheimer, kein Halten mehr gab's fürs Publikum, als in wechselnder Besetzung bekannte Songs von Michael Jackson, Gerry Rafferty, Metallica oder Gary Moore als ungewöhnlich fantasievolle Arrangements ertönten. Mit Pink Floyd trat für den Zuhörer eine fast psychedelisch entspannte Phase ein, bis er sich im donnernden Schlagzeug-Gewitter in Hier und Jetzt zurücktastete, bevor er sich erneut den verebbenden Klängen hingab. Die Resonanz auf dieses außergewöhnliche Konzert entlud sich in frenetischem Applaus.

Gisela Brüning, Badener Tagblatt, 26.10.2013

 

Mandolinenorchester Ettlingen bei SWR Talent- Show

Das Mandolinenorchester Ettlingen ist weiter dabei, seine Bekanntheit über die Grenzen des Raums Karlsruhe auszudehnen. Durch die aktuellen Einspielungen bei YouTube wurde der SWR auf das Orchesters aufmerksam und hat es zur Teilnahme an der SWR Talentshow „Einfach die Besten“ eingeladen. Von den hunderten von Bewerbern kamen in der Vorauswahl nur 18 Talente weiter. Das Mandolinenorchester Ettlingen ist eines davon. Im Vorfeld für die eigentliche Casting Show fanden bereits die ersten Fernsehaufnahmen für den Trailerfilm statt.

Als Solist verstärkt der E-Gitarrist Michael Rüber das Orchester. Dirigent Prof. Boris Bagger wird die musikalischen Fäden zusammen halten.
Am 10.08., um 20:15 Uhr sendet das SWR-Fernsehen die erste von drei Sendungen, bei der jeweils sechs Talente von Moderator Martin Seidler vorgestellt werden. Das Mandolinenorchester ist gleich beim ersten Termin dran. Eine prominent besetzte Jury beurteilt die Bewerberinnen und Bewerber: „Verstehen Sie Spaß?“-Moderator Guido Cantz, die Sängerin Julia Neigel und der schwäbische Comedian Christoph Sonntag sind als prominente Zugpferde dabei. Zusammen mit einer rund 50-köpfigen Fachjury wählen sie je zwei Finalisten pro Sendung aus.
Am 31. August um 20:15 Uhr findet das große Finale statt, bei dem der Sieger der sechs Finalisten bestimmt wird. Das Mandolinenorchester Ettlingen wird hoffentlich einen der ganz vorderen Plätze erreichen. Die Zuschauer werden auf jeden Fall unterhaltsame Fernsehabende mit tollen Talenten erleben.

www.swr.de/einfachdiebesten

Öffnet externen Link in neuem FensterHier geht's zu unseren Videos!

 

 

Aus den Badischen Neuesten Nachrichten, 25. Juni 2012 zum Konzert im Tollhaus am 23. Juni 2012:

"Von Vivaldi bis Metallica"

Mandolinenorchester Ettlingen begeistert im Tollhaus

Das es einem Mandolinenorchester gelingt, das Tollhaus zu füllen, mag man kaum glauben - bis man hört, auf welchem Niveau das Mandolinenorchester Ettlingen musiziert. "Classic meets Rock" war das Motto des Abends, der mit einem Komponisten auf der Schwelle vom Barock zur Frühklassik begann, nämlich Antonio Vivalidi, dessen Konzert in C-Dur dem Solisten Detlef Tewes eine gute Gelegenheit bot, das Publikum für sein virtuos sprudelndes Spiel einzunehmen. Die folgenden Stücke, eine "Irische Suite" von Planxty O'Carolan und Melodien aus Ennio Morricones Soundtrack zu "Once Upon A Time In America", boten dann dem Orchester die Möglichkeit zur Demonstration der Klangvielfalt, die mit einem Zupfinstrumentenensemble erreicht werden kann. Ein geschickter Arrangeur vermag Erstaunliches zu erreichen, aber natürlich nur, wenn das Orchester entsprechend gut besetzt ist und von einem Dirigenten wie Boris Björn Bagger geleitet wird, dem man die Begeisterung mit der er seine Arbeit macht, wirklich ansieht.

Bagger, selbst Gitarrenprofessor an der hiesigen Musikhochschule, kennt auch keine Berührungsängste mit Musiken, die als Mainstream verpönt sind und bricht, zusammen mit Panflötensolist Vitali Weibert, nach Peter Schindlers Varationen über "House Of The Rising Sun", eine Lanze für James Last und dessen Hit "Der einsame Hirte", der es immerhin in den Soundtrack von Tarantinos Film "Kill Bill" geschafft hat.

Nachdem der erste Teil des Konzerts mit einem Medley aus dem "Fluch der Karibik" endete, hob der zweite Teil wieder mit Vivaldi an, dessen Konzert in D-Dur, mit Hilfe der beiden Gitarrensolisten Gleb Simak und Kristjan Tamm, venezianisches Flair verbreitete. Nachdem Bagger und Tewes noch eine rasant-virtuose Interpretation von Carlo Muniers "Capriccio Spagnulo" hinlegten, wurde es gegen Ende etwas härter, denn mit Metallicas "Nothing Else Matters", Gary Moores "Still Got The Blues" und Pink Floyds "Shine On Your Crazy Diamond" kam man zum rockigen Abschnitt, für den man den E-Gitarren-Solisten Michael Rüber gewinnen konnte. Und es war wirklich erstaunlich, wie gut und passend diese Nummern auch von einem Zupforchester klangen. Insbesondere "Shine On..." war ein Paradebeispiel für impressionistische Saiten-Klangzauberei. Kein Wunder, dass das Publikum den Musikern mit stehenden  Ovationen dankte, bevor sich das Orchester und sein Dirigent mit einer extralangen dreiteiligen Zugabe verabschiedeten.

Mandolinenorchester auf Konzertreise in Estland

Vom 2.6. bis zum 8.6.2012 ging das Mandolinenorchester Ettlingen auf Konzertreise nach Estland. Zwischen dem 3. und  7. Juni gab das Orchester mit seinem sehr erfolgreichen Programm „Classic  meets Rock“  4 Konzerte in Türi, Sillamäe, der Universitätsstadt Tartu und zum krönenden Abschluss in der estnischen Hauptstadt Tallinn, im besten Konzertsaal des  Landes.  

Für die Konzerte konnten wieder hervorragenden Solisten gewonnen werden, darunter den Panflötisten Vitali Weibert und den besten estnischen E-Gitarristen Ain Varts. Für das Orchester und seinen Dirigenten Prof. Boris Bagger war es eine spannende Erfahrung, einmal außerhalb der Landesgrenzen zu spielen. Umso erfreulicher war es zu sehen, wie viel Zulauf sämtliche Konzerte hatten und bei jeder Aufführung vor mindestens 200 Zuschauern spielen zu können, teils vor ausverkauftem Haus. Für das Orchester wird diese Reise in unvergesslicher Erinnerung bleiben – an die Aufführungen aber auch an die Herzlichkeit und die Musikbegeisterung des estnischen Publikums.


Ein besonderer Dank ergeht an dieser Stelle an die Stadt Ettlingen und an das Goethe-Institut, die mit ihrer Unterstützung sehr dazu beigetragen haben, dass diese Konzertreise
stattfinden konnte.

 

 

Jahreskonzert, 30.10.2011, aus dem Amtsblatt:

Jahreskonzert lässt die Schlossgartenhalle rocken

 

Über 550 Zuhörer erlebten live in der ausverkauften Schlossgartenhalle eines der ungewöhnlichsten Konzerte, das das Mandolinenorchester Ettlingen seit seiner gut 60-jährigen Vereinsgeschichte aufgeführt hat: Unter diesem Motto "Classic meets Rock" präsentierte sich das Orchester im Rahmen seines Jahreskonzerts mit Werken von Vivaldi, Sisask, Coldplay, Pink Floyd, Santana, Metallica, Gary Moore u.a.

Eingeleitet wurde das Konzert durch das Jugendorchester unter der Leitung von Denise Wambsganß. Das rhythmisch schön akzentuierte Stück "Mando Rock" von Valdo Preema zeigte auf beeindruckende Weise die Früchte der Jugendarbeit. Danach übernahm Prof. Bagger den Taktstock und das Erwachsenen-Orchester für die klassisch arrangierten Stücke, u.a. "Viva La Vida" von Coldplay, den Sinatra-Hit "My Way" und die von Peter Schindler geschriebenen Variationen über "House of the rising sun".

Bei der zweiten Programmhälfte kündigten die Spieler alleine schon durch ihr rockiges Outfit an, dass nun härtere Töne angeschlagen werden. Das Largo aus dem Blockflötenkonzert RV 443 von Antonio Vivaldi klang auf der von Boris Bagger gespielten E-Gitarre so überzeugend, dass man denken konnte, diese Komposition sei ursprünglich ein Rockstück. Als besonderer Gast packte anschließend Michael Rüber seine E-Gitarre aus und zeigte, was er drauf hat. Die von ihm, Boris Bagger, dem Bassisten Michael Heise, dem Schlagzeuger Valdo Preema und dem Orchester gemeinsam gespielten Stücke "Samba Pa Ti" (Santana), "Still got the blues" (GaryMoore), "Shine on you crazy diamond" (Pink Floyd) und "Nothing else matters" (Metallica) ließen das Publikum in Begeisterungsstürme ausbrechen.

Trotz des bereits langen Konzertabends forderte das Publikum noch 3 Zugaben. Mit sichtlicher Freude bei allen Zuhörern beschlossen die Musiker mit einem stimmungsvollen Blues und ein paar phantastischen Solos von Michael Rüber den Abend.

 

Informationen gibt es bei Eva Baader, 07243 / 79744, E-Mail: Öffnet externen Link in neuem Fenstermoett@web.de oder Musik unter

www.youtube.com/mandolinenorchester

 

 

 

Aus den Badischen Neuesten Nachrichten:

"Bravorufe aus dem Publikum
Mandolinenorchester: "Classic meets Rock" ein Erfolg

 

Unter dem Motto „Classic meets Rock“ stand das Jahreskonzert des Ettlinger Mandolinenorchesters unter der Leitung von Boris Bagger in der voll besetzten Schlossgartenhalle. Mit dem „Mando Rock“ von Valdo Preema präsentierte sich das bestens vorbereitete Jugendorchester unter der Leitung von Denise Wambsganß. Durch Klopfen mit den Füßen unterstützten die jungen Instrumentalisten die swingenden Rhythmen.
Es folgte das schwungvolle Stück „Viva la vida“ von Coldplay nach einer Bearbeitung von Klaus Schindler, ausgezeichnet gespielt vom Mandolinenorchester. Mit Hingabe zelebrierten die hoch motivierten Amateure die bekannte Melodie „My Way“, wonach anspruchsvolle Variationen folgten.


Dass die zeitgenössische Komposition „Kassiopeia“ des estnischen Komponisten Urmas Sisask extra für das Ettlinger Mandolinenorchester komponiert wurde, erzählte Boris Bagger. Nach einer langsamen Einleitung folgte ein fetziger Teil mit bizarren Harmonien und Rhythmen. Die fantasievolle moderne Musik kam gut an beim Publikum. Es folgte eine „Irische Suite“ von Planxty O‘Carolan. Das Zupforchester wurde unterstützt durch Glockenspiel und Schlagwerk, gespielt von Valdo Preema. Dass das Mandolinenorchester bereits ein „special guest“ bei RTL war, erwähnte Boris Bagger mit Stolz. Er kündigte Variationen über die traditionelle Melodie „House Of The Rising Sun“ des als Musical-Komponisten bekannten Peter Schindler an. Durch Mitglieder des Jugendorchesters unterstützt wurde das große Orchester. Die bekannte Melodie erklang in verschiedenen Stilen, unter anderem als spanische Gigue, als Jazz, als Tango und als fetziger Rock. Lautere Musik im Stile des Rock, unter der Einbeziehung von E-Gitarren, folgte im zweiten Teil. Als exzellente Solisten präsentierten sich Boris Bagger und Michael Rüber. Dass am langsamen Satz des Vivaldi-Konzertes für Piccoloflöte keine Note geändert wurde, sondern nur die Instrumentation, erklärte Boris Bagger. „Vivaldi war ein Superstar, und er ist es immer noch“, sagte er. Die barocke Musik erklang in der ungewöhnlichen Besetzung mit zwei E-Gitarren und Zupforchester. Bagger übernahm hierbei den Piccolo-Part.
Danach zelebrierte Michael Rüber ausgezeichnete Soli beim „Samba Pa Ti“. Die danach folgende Musik „Shine On You Crazy Diamond“ von Pink Floyd in der Bearbeitung von Maria Bagger begann zunächst sehr langsam. Mit großer Konzentration gestalteten die Orchestermusiker die liegenden Klänge durch Tremoli. Mit Temperament und Musizierfreude musizierten sie beim schnellen, rockigen Teil mit den beiden Solisten. Das begeisterte Publikum reagierte mit Bravorufen. LA"

 

Zaubernacht der Mandolinen Schlosshof Ettlingen 2004

 

Archiv

 

Berichte und Kritiken zu unseren Konzert von 2003, Zaubernacht der Mandolinen 2004 bis heute.


 

Konzert 2003


Hier die Vorankündigung des Konzertes in den Badischen Neuesten Nachrichten vom 31.10.03                                            

Große Kunst auf kleinen Instrumenten

Das Mandolinenorchester der Kolpingsfamilie spielt unter neuer Leitung

Welcher zupfende Musikfreund möchte es sich wohl entgehen lassen, einmal gemeinsam mit dem „weltbesten Mandolinisten“ aufzutreten: Als führender Virtuose seines Fachs wird Detlef Tewes nicht nur von der Fachwelt gepriesen. Wann immer Größen wie James Levine oder Sir Simon Rattle eine Mandoline im Orchester brauchen, rufen sie den gefragten Solisten aus Essen. Der reiselustige, große Mann mit dem kleinen Instrument kommt am Sonntag, 2. November, nach Ettlingen, wo er um 18 Uhr im Asamsaal der Solist im Konzert des Mandolinenorchesters der Kolpingsfamilie ist.

Der prominente Gast kommt gerade recht zum ersten Auftritt des nunmehr neu formierten Ensembles, das seit über 50 Jahren besteht und seit Beginn des Jahres auch unter einem neuen Leiter spielt: Der Gitarrist Boris Björn Bagger ist selbst ein geschätzter Solist, der zusammen mit Tewes Konzerte gibt und eine Reihe erfolgreicher CDs heraus gebracht hat. Als Dozent der Karlsruher Musikhochschule und konzertierender Künstler bringt er viele Erfahrungen in die Arbeit mit dem Ettlinger Orchester ein. Er stammt aus Estland, wo ihm der Staatspräsident 2002 den Marienland-Orden verlieh, die höchste Auszeichnung des Landes. Mit dem Ohrwurm „Sincerely“ des Esten Valdo Preema erhält das Programm am Sonntag denn auch einen estnischen Akzent.

Im Baltikum sorgte auch Tewes mit dem Wuppertaler Zupforchester schon für Begeisterung, und Preema war mit Bagger im Sommer an der gefeierten Produktion von „Jesus Christ Superstar“ in Ötigheim beteiligt. Mit dessen Dirigent Matthias Hammerschmitt schmiedet Bagger bereits Pläne zur Zusammenarbeit mit dem Mandolinenorchester der Kolpingsfamilie, überhaupt möchte der neue Dirigent seinem Ettlinger Ensemble künftig ein breites Forum zur musikalischen Entfaltung bieten. Von der Spielkunst seiner Truppe, der rund 20 Musiker zwischen 17 und 70 Jahren angehören und die sich inzwischen im Internet unter www.mandolinenorchester-ettlingen.de präsentiert, ist Bagger ganz begeistert, auch von deren Opferbereitschaft, immerhin üben sie viele Stunden in ihrer Freizeit. „Es ist erstaunlich, was Laien leisten können“, sagt Bagger. Bei einem Probenwochenende im Schwarzwald haben sie sich den nötigen Feinschliff fürs kommende Konzert gegeben, das aus dem reichen Fundus der Literatur für Zupforchester schöpft. So reicht das Programm vom Vivaldi-Konzert über eine Kreidler-Rumba und Piazzollas „Histoire du Tango“ bis zu den populären „Wolgaklängen“. Als weitere Solistin ist daran übrigens Nadjeschda Bagger beteiligt, die Tochter des Dirigenten und mehrfache Preisträgerin bei „Jugend musiziert“.

Ulrich Hartmann

 


 

Hier lesen Sie die Kritik unseres Konzertes am 02.11.2003 im Schloss Ettlingen Asamsaal

Zupfende Himmelsstürmer zwischen Wolga und Vivaldi

Badische Neueste Nachrichten, 4.11.2003

Das Mandolinenorchester der Kolpingsfamilie mit Boris Björn Bagger und Detlef Tewes im ausverkauften Ettlinger Asamsaal

Während der heilige Nepomuk auf dem Deckengemälde wie immer in die Moldau stürzte, fielen die Musikerinnen und Musiker des Mandolinenorchesters der Kolpingsfamilie aus allen Wolken - und staunten über den rappelvollen, ausverkauften Asamsaal.

Auf dem Programm standen Werke u.a. von Antonio Vivaldi, Astor Piazzolla, Valdo Preema  (Sincerely)

Dieses erfreuliche Novum in der Geschichte des Ensembles mag das Orchester ebenso beflügelt haben wie der Wechsel an seiner Spitze: Dass es sich unter der neuen Führung Boris Björn Baggers intensiv auf den Abend vorbereitet hatte, war seinem Temperament ebenso zu entnehmen wie seiner spielerischen Disziplin, und das Publikum belohnte die erfolgreiche Premiere denn auch mit Beifallsstürmen, die erst nach vier Zugaben endeten.

Das klug gewählte, wechselvolle und ergiebige Programm gab dem Ensemble viel Gelegenheit, seine Tugenden zu beweisen. Schon in der hübschen irischen Suite „Planxty O'Caro-lan" fielen feines Zusammenspiel, dynamisches Geschick und frische Musikalität auf, die folkloristischen Esprit ebenso beschworen wie tänzerische Impulse.

Als blutjunge, bereits mehrfach preisgekrönte Solistin gab Nadjeschda Bagger dabei Kostproben ihres außerordentlichen Talents, während der Este Valdo Preema das Ganze sanft mit dem Puderzucker seines Glockenspiels bestreute.

Als ausgesprochen prominenter Solist griff Detlef Tewes anschließend zur Mandoline, die er als führender Virtuose seines Fachs beherrscht. So wurde Vivaldis C-Dur-Konzert zur köstlichen musikalischen Perle, die Tewes mit geschliffenem Dekor anreicherte. Hier wie auch in allen anderen Orchesterbeiträgen erwies sich Boris Björn Bagger als sensibler, kompetenter Dirigent, der das 18-köpfige Ensemble mit Umsicht, Energie und wachem Überblick leitete.

Seine Impulse regten das Mandolinenorchester auch bei seinen Streifzügen nach Südamerika zur sympathischen Klangentfaltung an, sei es in Celso Machados schmissigem Choro „Pacoca" oder in Dieter Kreidlers raffiniert-sinnlicher Rumba. Im gleichen stilistischen Umfeld unterstrichen Bagger und Tewes sodann auch ihren Rang als hoch gelobtes Konzertduo mit dem brillant angereicherten „Bordel" aus Astor Piazzollas „Geschichte des Tango". Mitreißende Virtuosität und spielerischer Charme hielten sich dann auch in Carlo Muniers „Capriccio Spagnuolo" und dem unverwüstlichen Csardas von Monti die Waage.

Valdo Preema, der sich bereits bei der irischen Suite als unbeirrbarer Schlagwerker bewährt hatte, entpuppte sich nun als begabter Ohrwurm-Komponist: Sein Hit „Sincerely" existiert bereits in mehreren Fassungen und schmeichelte auch in der subtil gezupften Version des Mandolinenorchesters ihrem Schöpfer.

Wieder gab Bagger seinen Spielerinnen und Spielern pointierte Impulse, die auch das wirkungsvolle Finale belebten: In den populären und stimmungsvollen Wolgaklängen demonstrierte das Orchester nochmals seinen suggestiven Spielgeist und krönte damit sein bemerkenswertes Konzert.

Ulrich Hartmann

Öffnet internen Link im aktuellen FensterDie Bilder zu den Konzerten finden Sie hier...

 

 


 

Audio und Videos: www.borisbagger.de  & www.detlef-tewes.de

zzz.ee/edition49/videos/sincerely-tallinn_web.wmv

(mit Orchester Wuppertal Dirigent: Detlef Tewes)

Solinger Tagblatt 2002

„Wer diese beiden Virtuosen noch nicht gehört hat, macht sich keine Vorstellung davon, welche intensiven Eindrücke ein so unscheinbares Instrument wie die Mandoline hinterlassen kann, besonders wenn sie von einem der größten lebenden Mandolisten gespielt und von einem der besten Konzertgitarristen der Welt so harmonisch ergänzt wird."
 

Fachpresse ist begeistert von der neuen CD mit Detlef Tewes und Boris Björn Bagger. Bestellung der CD hier: www.haenssler-classic.de

 

 


 

Konzert 21.11.2004     


Schloss Ettlingen Asamsaal 18.00 Uhr.

Programm:

Gut Klang, op. 36 Hermann Schmidt (1810-1845) Mandolinenorchester Ettlingen

Granata * Asturias * Isaac Albeniz (1860 – 1909) bearb. von D. Tewes Mandolinenorchester Ettlingen

Aux Arênes (Paso Doble)) Mario Maciocchi (1874-1955) Mandolinenorchester Ettlingen

Capriccio (2003) für Klavier und Zupforchester * Otto Freudenthal (*1934) Mandolinenorchester Ettlingen, Solist Kalle Randalu

Pause

1981 * Lepo Sumera (1950 – 2000) Kalle Randalu (Klavier)

5 Stücke für Klavier und Gitarre * Anton Diabelli (1781 – 1858) Duo Kalle Randalu (Klavier), Boris Björn Bagger (Gitarre)

Quasi improvvisata * Lepo Sumera (1950 – 2000) Duo Kalle Randalu (Klavier), Boris Björn Bagger (Gitarre)

Poeme * Zdenêk Fibich (1850-1900) Mandolinenorchester Ettlingen

„An der schönen blauen Donau“ * Johann Strauß (1825-1899), bearb. von D. Tewes Männerchor Busenbach, Mandolinenorchester Ettlingen, Kalle Randalu (Klavier), Leitung: Matthias Hammerschmitt



Solisten:

Kalle Randalu (Klavier) und

Boris Björn Bagger (Gitarre)

Gäste: Matthias Hammerschmitt (Dirigent)

Männerchor (Gesangverein Freundschaft Busenbach 1897)

 

Infos zu den Solisten:

Prof. Dr. h.c. Kalle Randalu  Klavier

Er ist ein international gefragter Pianist, geboren und aufgewachsen in Estland. Sein Lehrer in Tallinn war Prof. Bruno Lukk, selbst noch Schüler von Paul Hindemith und Leonid Kreutzer in Berlin. Lukk gilt als der führende Begründer der estnischen Klavierausbildung nach dem Krieg.

Kalle Randalus Studien führten ihn nach dem Tallinner Konservatorium zum berühmten Moskauer Konservatorium in die Meisterklasse von Prof. Lev Vlassenko. Kalle Randalu ist Preisträger renommierter internationaler Klavierwettbewerbe. Er errang 1971 beim Wettbewerb für junge Pianisten in der Tschechoslowakei und 1976 beim Allunionswettbewerb in Tallinn jeweils den ersten Preis, 1981 wurde er Preisträger des Robert-Schumann-Wettbewerbs in Zwickau, 1982 des Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau und 1985 erster Preisträger des ARD-Wettbewerbs in München. Seit 1988 lebt er in Deutschland. Als Professor für Klavier lehrt er an der Karlsruher Musikhochschule.

In gleicher Position gehörte er zuvor der Freiburger Musikhochschule an. Kalle Randalu konzertierte in vielen bedeutenden Musikzentren auf der ganzen Welt. Sein Repertoire umfasste die meisten großen Klavierkonzerte. Bereits mehrmals spielte Randalu die fünf Klavierkonzerte und die Chorphantasie von Ludwig van Beethoven an jeweils zwei Abenden. Zu den Orchestern, mit denen Randalu musizierte, gehören das Orchester des Bayerischen Rundfunks, der Bayerischen Staatsoper, die Leningrader Philharmoniker, die Moskauer Philharmoniker, die Hamburger Philharmoniker, das Orchester des Finnischen Rundfunks, das Württembergische, Bratislaver und Leningrader Kammerorchester sowie das Ostrobotnian Chamber Orchestra.

Nicht nur im Konzertsaal, sondern auch im Studio fühlt sich Kalle Randalus wohl. Bislang hat er über 30 CDs eingespielt. Geradezu sensationellen Erfolg hatte die Gesamtaufnahme aller Sonaten von Paul Hindemith auf sieben CDs, die mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde, darunter mit dem begehrten Classical Award in Cannes und dem „Klassik-Echo“-Preis. Im Jahr 1999 hat die Musikakademie Estlands ihn zum Ehrendoktor ernannt.



 Matthias Hammerschmitt (Gastdirigent)

wurde 1957 in Franken geboren und absolvierte sein Dirigierstudium in Stuttgart. Von 1982 bis 1985 war er Korrepetitor und Kapellmeister am Landestheater in Coburg und danach Kapellmeister am Badischen Staatstheater. Von 1988 bis 1991 war Hammerschmitt der musikalische Leiter der Schloßfestspiele Ettlingen und begann dort mit der Komposition von Schauspielmusiken, Balletteinlagen und Musicals. Seit 1990 ist Hammerschmitt Dozent an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe und musikalischer Leiter des größten Freilufttheaters in Deutschland (Ötigheim).



Boris Björn Bagger
Gitarre und Dirigent


Als ständiger Gast musiziert er im Badischen Staatstheater Karlsruhe, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz uva.. Bagger arbeitete außerdem mit namhaften Solisten wie Martin Ostertag, Tabea Zimmermann, Kalle Randalu, Norma Sharp, Detlef Tewes und Jean-Claude Gérard sowie Dirigenten wie Pierre Boulez und Michael Gielen zusammen.

Seine Vielseitigkeit bewies er bei Konzertreisen quer durch Europa und nach Kanada, ferner bei zahlreichen Aufnahmen für Rundfunk (über hundert bei fast allen Sendeanstalten der BRD, Finnland und Estland), Schallplatten (bisher über 20 CD Einspielungen) und Fernsehen (BRD und Sowjetunion). Renommierte Komponisten widmeten ihm ihre Werke (darunter 3 Gitarrenkonzerte). Seit 1990 hat Boris Björn Bagger einen Lehrauftrag an der Karlsruher Musikhochschule.

1994 erhielt er als erster ausländischer Künstler den Musikpreis der Republik Estland (Arvo Pärt ist einer der prominenten Künstler, der diesen Preis erhielt). 2002: Der estnische Staatspräsident hat Boris Björn Bagger mit dem Marienland-Orden ausgezeichnet. Dieser Orden wird für außerordentliche Verdienste um die Republik Estland als höchste Auszeichnung verliehen.

Seine letzte CD mit dem Mandolinisten Detlef Tewes ist für den Grammy nominiert worden.

Weitere Infos: www.borisbagger.de.

 

 

 


 

Kritik in der BNN (23.11.2004) über unser Konzert am 21.11.2004

Donauzauber an der Alb zu spüren


Mandolinenorchester Ettlingen musizierte im gut besuchten Asamsaal des Schlosses

Schief kann eigentlich nichts mehr gehen, wenn ein Konzert mit Musik beginnt, die den netten Titel „Gut Klang“ trägt. Hermann Schmidt hat sein Opus 36 so genannt, und das Mandolinenorchester der Kolpingsfamilie Ettlingen benutzte es gleich zu Beginn seines Konzerts im randvoll besetzten Asamsaal des Schlosses, um zu zeigen, dass es eine ebenso disziplinierte wie spielfreudige Formation ist. Boris Björn Bagger, sein Dirigent, animierte die Zupfer schon hier zu wohlklingender Geschlossenheit, mit der das Orchester aus Schmidts Gelegenheitsperle eine sympathische Ouvertüre machte.

Aus der Feder des Mandolinenvirtuosen Detlef  Tewes stammten sodann zwei charmante Bearbeitungen: „Granada“ und „Asturias“ von Isaac Albeniz. Hier beschwor das rund 15- köpfige Ensemble, dem neben der Mandoline auch Gitarre und Mandola seinen zarten Klangcharakter geben, die Poesie andalusischer Nächte, gepaart mit raffinierten Modu lationen. Das Feuer des Südens heizte auch den Paso Doble „Aux Arènes“ von Mario Maciocchi zum mitreißenden Tanz auf, wobei das Mandolinenorchester unter der energischen Leitung seines Dirigenten einen hohen Grad rhythmischer Schubkraft erzielte.

Als vielseitiger und überlegener Solist er wies sich der estnische Pianist Kalle Randalu, Professor der Karlsruher Musikhochschule. Mit dem zeitgenössischen Capriccio für Klavier und Zupforchester des Schweden Otto Freudenthal hatten sich alle Beteiligten ein ebenso schwieriges wie rauhes Werk vorgenommen, das sich am Ende jedoch rundum als großer Gewinn erwies. Mit der manchmal gespreizten Atonalität des Werks und seinen schroffen Einwürfen kam das Ettlinger Orchester bestens zurecht, und Randalus kompetentes Spiel gab dem spannenden Stück ebenfalls ein höchst ansprechendes Profil.

Der zweite Teil des Abends gehörte zunächst den Solisten. Passend zum mystisch- nordischen Klang Freudenthals stellte Randalu das Klavierstück „1981“ von Lepo Sumera vor, dessen schweifende, faszinierende Fantasie der Pianist zusammen mit Bagger auch im

Dialog „Quasi improvisata“ zelebrierte. Da zwischen wirkten die hübschen kurzen Stücke für Klavier und Gitarre von Anton Diabelli wie feiner Konfekt. Mit dem unverwüstlichen und zauberhaften „Poeme“ von Zdenek Fibich meldete sich dann das Mandolinenorchester munter und hellwach zurück. Am Ende machte Johann Strauß der Alb mächtig Konkurrenz:

Unter dem souveränen Gastdirigenten Matthias Hammerschmitt und im Verein mit dem gut disponierten Männerchor Busenbach krönte das Mandolinenorchester sein Konzert mit einer von Tewes eingerichteten Version des Dauerbrenners „An der schönen blauen Donau“. Da schien selbst die auf dem Deckengemälde abgebildete Moldau mitzusprudeln.Viel Applaus und Zugaben folgten.

Dass der Abend gut besucht und das Publikum begeistert war, dürfte die Hoffnung des Mandolinenorchesters nähren, der Zupfmusik mit solchem Beispiel neue aktive Freunde zu gewinnen. Zur Orientierung für Interessenten ist es unter:

www.mandolinenorchester-ettlingen.de im Internet präsent.
Ulrich Hartmann

   


 

Mitschnitt aus unserer Probe, Mittwoch 19.01.2005

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.zzz.ee/edition49/mp3/te-deum.MP3

Prelude (Eurovisions Melodie) aus / from "Te Deum"

Original für Soli, Chor und Orchester  


Komponist: Charpentier, Marc-Antonie (1634-1704)  

Bearbeiter: Preema, Valdo   

Herausgeber: Tewes, Detlef    

Es spielt das Mandolinenorchester Ettlingen unter der Leitung von Boris Björn Bagger